Kulturschock Delhi

Wie bereitet man sich am besten auf das vor, was einen bei der Ankunft in Indien bzw. genauer gesagt in Delhi erwartet? Nun, ich dachte durch meine ausgiebigen Recherchen im Vorfeld und durch zweimonatige Abhärtung in China ganz gut gewappnet zu sein. Schließlich habe ich mich dort in einer völlig fremden Kultur mit größtmöglicher Sprachbarriere recht gut geschlagen. Dementsprechend optimistisch stürzte ich mich in das Abenteuer.

Die Fahrt mit der Metro in das Zentrum von Neu Delhi ist vergleichbar mit jeder anderen Metro-Flughafenverbindung. Unser Hotel lag lediglich einen Kilometer von dieser Station entfernt. Also sollte es nicht schwer sein, dort mit dem Tax hin zu kommen – dachten wir. Anstatt den typischen indischen Taxen erwarteten uns jedoch unzählige TukTuk-Fahrer. Da jeder Einzelne äußerst heiß darauf war, uns mitzunehmen, begann der Spießrutenlauf der Taxisuche. So lange man in Bewegung bleibt, kann man die Fahrer noch abwimmeln. Sobald man allerdings nur kurz stehen, bleibt um sich zu orientieren, wird man zum Opfer. „Where do you wanna go?“ „I can help you!“ Schließlich hatte uns doch einer an der Angel. „No problem, I can bring you!“ Also quetschten wir uns samt Gepäck in das Gefährt. Per Google Maps war ich glücklicherweise in der Lage, genau zu verfolgen, wohin wir fuhren. Als ich ihn darauf aufmerksam machte, dass wir falsch fuhren, erklärte er uns, er müsse außen herum fahren. Außerdem müsse er bei einer auf dem Weg liegenden Tourismusinfo halten, damit man ihm sagen kann, welche von den drei möglichen Adressen die Richtige sei. In diesem Büro angekommen, wollte man uns weismachen, dass diese ganze Straße nicht befahrbar sei, wahrscheinlich um uns im nächsten Schritt eine andere Unterkunft anzudrehen. Als wir das Spiel durchschauten, verließen wir das „Informationsbüro“ und fanden auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen richtigen Taxistand. Von dort wurden wir schließlich sicher zu unserem Hotel gebracht.

Unser Hotel war eine kleine Oase mitten im Chaos von Neu Delhi. In dieser Gegend gleichen die Straßen einer Mischung aus Feldweg und schlecht geteerten Pfaden. Es ist laut, stickig und total überfüllt mit Menschen, TukTuk, Rädern, Autos und selbstverständlich allen möglichen Tieren. Auf unserer ersten Erkundungstour wollten wir zu Fuß die nahe gelegenen Sehenswürdigkeiten in Neu Delhi erkunden. Aber auch hier fanden wir Meter für Meter einen Begleiter, der sich entweder „nur“ mit uns unterhalten wollte oder uns „helfen“ wollte. Immerhin erreichten wir am Nachmittag das berühmte India Gate.

Für den zweiten Tag mieteten wir uns vom Hotel einen Fahrer. Dieser brachte uns sicher von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten:

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Für den zweiten Tag mieteten wir uns vom Hotel einen Fahrer. Dieser brachte uns sicher von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten:

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