Varanasi – die heilige Stadt am Ganges

Die heilige Stadt Varanasi ist eine der ältesten besiedelten Städte der Welt. Die Stadt wird auch als Stadt der Lichter oder Stadt der Tempel bezeichnet und ist das Zentrum der hinduistischen Glaubenswelt. Schwerkranke Menschen pilgern seit jeher hierher, um in der Stadt zu sterben. Immerhin wird jedem der hier verstirbt die direkte Erlösung versprochen. Aber auch Familienangehörige bringen die Asche ihrer verstorbenen Verwandten mit, um diese in den Ganges zu streuen. Daneben sind die berühmten Ghats, die Treppen hinab zum Wasser aber auch die Stellen schlecht hin, um im heiligen Fluß ein Bad zu nehmen

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Unser erster Eindruck war ähnlich wie in Delhi: noch schlechtere, sehr staubige und überfüllte Straßen, worauf sich alles tümmelte: Menschen mit Ziehwägen, Tiere, Radfahrer, Fahrradrikschas, TukTuks, Autos, Busse etc.

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Diesmal quartierten wir uns nicht in ein Hotel ein, sondern fanden Unterschlupf bei einer sehr netten einheimischen Familie zum „homestay“. Die Kinder sind mittlerweile ausgezogen und so werden die Zimmer an Gäste aus aller Welt vermietet. Ihr Motto „You come as strangers, and leave as friends“, ist tatsächlich Programm. Wir wurde sehr herzlich aufgenommen, köstlichst bekocht und durch die Stadt geführt. So machte sich der Hausherr mit uns am frühen Morgen auf zu einer Bootstour auf dem Ganges. Das Treiben dort bei Sonnenaufgang zu beobachten ist einfach unbeschreiblich. Anschließend führte er uns durch die engen, dreckigen Gassen der Altstadt und gab dabei sein allumfassendes Wissen preis. Immerhin behauptete er: „I know everything about this city!“ Es war teilweise schockierend, zu sehen, unter welchen Bedingungen die Menschen leben.

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Nach dem Frühstück besorgte er uns einen Fahrer, der uns zu dem Platz etwas außerhalb der Stadt brachte, wo Buddha nach seiner Erleuchtung zum ersten Mal gepredigt haben soll. Dort gibt es auch einen Baum, angeblich ein Ableger genau des Baums, unter dem Buddha Erleuchtung erlangt haben soll. Neben historischen Ausgrabungen befinden sich dort zahlreiche buddhistische Tempel verschiedener Abspaltungen (Japanisch, Thailändisch, Chinesisch…)

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Das außergewöhnlichste Erlebnis hatten wir jedoch am frühen Abend. Wir waren gerade alleine in der Stadt unterwegs als wir von einem heftigen Regenschauer überrascht wurden. Wegen mangelnder Kanalisation führte dieser recht schnell zur Überflutung diverser Straßen. Die Konsequenz war ein Verkehrschaos, das alle bisher erlebten nochmals in den Schatten stellt. Massen von Menschen gefangen in den Straßen. Als Tier oder Fußgänger hatte man noch bedingt die Möglichkeit, sich zu bewegen, aber als Rad-, TukTuk- oder Autofahrer steckte man phasenweise einfach nur fest.

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