Wudang Shan Tag 2

Vielen Dank nochmals für eure vielen netten Rückmeldungen!

Ich habe jetzt 1,5 Trainingstage hinter mir. Das Training an sich ist schon ziemlich krass, aber dann noch unter diesen klimatischen Bedingungen. Meine erste Nacht hier war grauenvoll. Ich habe in meinem Zimmer eine Klimaanlage. Da ich aber am trainingsfreien Tag angereist bin, konnte sie mir noch nicht angestellt werden. Ich lag also in meinem Bett – es sieht auf den ersten Blick zwar aus wie ein Bett, ist aber eigentlich eher ein leicht gepolstertes Brett – und habe versucht einzuschlafen. Vom alleinigen Daliegen läuft einem aber schon der Schweiß wie in der Sauna. Irgendwann war ich dann so müde, dass ich doch für ein paar Stunden schlafen konnte. Ich hatte alle Fenster offen und so hat es sich wenigstens gegen Morgen minimal abgekühlt.

Die erste Trainingseinheit findet um 5:00 statt. Nach dem trainingsfreien Tag, fällt diese aber weg, so dass es um 6:30 Frühstück gibt und das Training um 7:30 beginnt. Dieses geht 1,5h ist dann eine Art Kung Fu Konditionstraining mit Lauf und Koordinationsübungen Stretching und dann verschiedenen Basistechniken. Anschließend hat man eine halbe Stunde Pause bevor man in Kleingruppen für eine weitere Stunde individuell trainiert. Wir Ausländer lernen z.B. erst einmal  Grundformen und Techniken. Heute haben wir eine Form gemacht die sich schwimmender Drache nennt und die man bei unterschiedlichen Sachen wie z.B. Bagua oder Tai Chi braucht.  Wenn Master Wang die Übungen mit Anmut vormacht sieht das unbeschreiblich flüssig aus. Es ist sehr faszinierend ihn dabei zu beobachten.  Aber auch die kleinen, vielleicht 5 jährigen Kinder bewegen sich schon wie kleine Kung Fu Meister. Außerdem hat Meister Wang uns heute eine Anekdote erzählt, wie er als junger Schüler die Übung gelernt hat. Sein 90 jähriger Meister saß eine pfeiferauchend nur da. Immer wenn er etwas falsch gemacht hatte, holte dieser mit der langen Eisenpfeife zum Schlag aus. Mit uns geht er aber sehr respektvoll um. (-;

Die Mittagspause ist im  Sommer sehr lange. Erst um vier Uhr beginnt das Nachmittagstraining (zweimal eine Stunde), da die Hitze ein Training zuvor unmöglich macht. Nach dem Abendessen findet teilweise noch eine letzte Einheit statt.

Sehr geschafft bin ich gestern ins Bett gefallen. Kurz bevor ich das Licht ausmachen wollte, war plötzlich der Strom weg. Zum Glück hatte ich vorher die Klimaanlage schon etwas laufen, so dass der Raum wenigstens etwas runtergekühlt war. Je länger die Nacht ging umso heißer wurde es jedoch auch wieder. Zum Glück war  eben ein Elektriker da und hat den Schaden behoben. Ich habe schon befürchtet, dass sich der Horror der ersten Nacht wiederholen würde.

 

p.s. Ich habe mittlerweile Bilder vom 3. Tag in Peking nachgeladen. Ich hoffe ich komme morgen dazu wenigstens die Xi’an Bilder hochzuladen

 

4 Kommentare


  1. ·

    Hallo Hannes, es macht Spaß, immer wieder Deine Berichte zu lesen. Freue mich dass alles so gut geklappt hat bisher. Jetzt mußt Du im Moment wohl nur mit der Hitze kämpfen, Du bis ja gut untergebracht. Viel Spaß weiterhin.
    Angelika

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  2. ·

    Oh ist der kleine Hund süß, den würde ich gleich mitnehmen :-)! Viel Spaß noch und liebe Grüße aus der Heimat!

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  3. ·

    Hallo Hannes, ein spannender Bericht und schöne Fotos. Ich warte gespannt auf den nächsten.
    LG
    Waltraud

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